Vergangene Woche durften wir Auszubildenden bei einem unserer wichtigen und langjährigen Kunden hinter die Kulissen blicken: der Aumüller Druckerei in Regensburg. Wir erhielten spannende Einblicke in den kompletten Produktionsprozess – von der Herstellung gedruckter Katalogseiten bis hin zum Versand, den wir als Kiessling-Spedition anschließend übernehmen.
Begrüßt wurden wir herzlich vom Geschäftsführer Christian Aumüller und seiner Nichte Maria Aumüller. Für uns war eine kleine Präsentation vorbereitet, dazu gab es Getränke und Brezen – bei dem heißen Wetter genau das Richtige. Herr Aumüller freute sich sichtlich, uns seine Firma und die Welt des Druckens näherzubringen.
Auch wir fanden es großartig, die Menschen kennenzulernen, mit denen wir oft seit Jahren zusammenarbeiten.
Man fragt sich ja doch manchmal: Wer steckt eigentlich hinter diesen Aufträgen? Mit wem telefoniere oder schreibe ich da regelmäßig?
Ein Gesicht und eine Persönlichkeit dazu zu sehen, macht die Zusammenarbeit gleich viel greifbarer.
Für uns Azubis war dieser Ausflug die perfekte Gelegenheit, nicht nur logistische Abläufe besser zu verstehen, sondern auch den Druckprozess selbst – etwas, das man im Alltag selten so detailliert erklärt bekommt.
Uns wurde jeder Schritt genau gezeigt und erklärt. Alles im Detail zu erläutern würde den Rahmen sprengen, aber eines kann ich sagen:
Es war unglaublich interessant.
Wusstest du zum Beispiel, dass im Offsetdruck nur mit vier Hauptfarben gearbeitet wird? Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz – daraus entstehen alle weiteren Farbtöne. Nur für Spezialeffekte wie Neon-, Silber- oder Goldfarben werden zusätzliche Farben verwendet.
Die größten Kosten entstehen übrigens bei den Aluminiumplatten, die für den Druck benötigt werden. Der Drucker „weiß“ ja nicht von selbst, wo welche Farbe aufs Papier soll. Deshalb wird für jede der vier Hauptfarben eine eigene Aluminiumplatte erstellt. Darauf befinden sich die farbführenden Bereiche, die später auf das Papier übertragen werden – ähnlich wie beim Kartoffeldruck aus dem Kindergarten, nur natürlich viel präziser und technisch ausgefeilter.
Nach dem Druck geht es weiter in die Falzmaschine, anschließend in die Leimstation und schließlich in die Schneidemaschine, die den Katalog mit drei Klingen exakt zuschneidet. Danach wird verpackt, palettiert und – oft von uns – zum Endkunden transportiert. Ziemlich cool, oder?
Besonders beeindruckt hat uns, wie umweltbewusst und innovativ die Firma arbeitet. Sie nutzen Biofarben und setzen stark auf technische Weiterentwicklung sowie kontinuierliche Prozessverbesserungen.
Alles in allem war es ein sehr lehrreicher und spannender Tag, der uns einen ganz neuen Blick auf die Arbeit unserer Kunden ermöglicht hat.
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Bericht von Luke Mulinski,
Azubi 1. Lehrjahr zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung